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Aktuelles

Einblicke in die Zukunft der Personalauswahl

13. Symposium für Personalmanagement:
Einblicke in die Zukunft der Personalauswahl

(ein Bericht von Prof. Dr. Gourmelon)

Das 13. Symposium für Personalmanagement im öffentlichen Sektor fand am 21. November 2018 in den Räumen des Studieninstituts Ruhr am Königswall in Dortmund statt. Die Veranstaltung wurde von 180 Teilnehmern besucht. Thema des Symposiums waren neue Erkenntnisse und Methoden der Eignungsdiagnostik / Personalauswahl. Die wissenschaftliche Leitung und Moderation hatte Prof. Dr. Gourmelon inne. Bei der Planung und Organisation des Symposiums kooperierte die FHöV mit dem Studieninstitut Ruhr. Gefördert wurde die Durchführung der Veranstaltung durch Mittel des Forschungszentrums Personal und Management.

Prof. Dr. Gourmelon stellte zu Beginn wesentliche Elemente einer erfolgreichen Personalauswahl vor. Er verwies dabei auf praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch an den designierten Präsidenten der FHöV – Martin Bornträger - gerichtet, hielt Reinhard Mokros, Präsident der FHöV, ein Grußwort. Frau Dr. Sabine Seidel, Direktorin des Studieninstituts Ruhr, berichtete über die Zusammenarbeit von Ruhrgebietsstädten bei der Auswahl von Nachwuchskräften.

Prof. Dr. Schophaus, FHöV NRW, erläuterte Zukunftstrends und stellte dar, welche Auswirkungen diese vermutlich auf die Beschäftigten in den Kommunalverwaltungen haben werden. Seine Vermutungen stützte er auf erste Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Studie, die er gemeinsam mit Prof. Winschuh und Prof. Gourmelon durchführt.

Neueste Erkenntnisse zu Vorauswahlprozessen stellte Prof. Dr. Kanning von der Hochschule Osnabrück dar. Er fesselte die Aufmerksamkeit des Publikums, indem er humorvoll eine Reihe von Vorurteilen und Mythen von Personalern widerlegte. So stellte der Eignungsdiagnostiker beispielsweise heraus, dass Kommafehler im Bewerbungsanschreiben keine validen Rückschlüsse auf die Gewissenhaftigkeit der Bewerbenden ermöglichen.

Mit der Identifizierung von Führungspotenzialen befasste sich Dr. Christian Reiß. Der Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen stellte zukünftige Anforderungen an Führungskräfte dar und sprach sich für einen kritischen Umgang mit neuartigen Verfahren der Personalauswahl aus.

Thorsten Teubert, Leiter des Personalmanagements der Stadt Essen, erläuterte die Personalsituation seiner Stadtverwaltung. Dabei ging er auch auf die zunehmende Konkurrenz um qualifizierte Fachkräfte ein. Des Weiteren berichtete er über Erfahrungen mit dem neuartigen Vorauswahlinstrument „zeitversetzte Videointerviews“.

Viele Nachfragen und Diskussionsbeiträge gab es beim Vortrag von Christian Greb, Mitbegründer des Unternehmens Precire. Dieses Unternehmen bietet KI-gestützte Software an, mit der nach Christian Greb die Sprache von Bewerbenden automatisiert analysiert und dann Rückschlüsse auf die Persönlichkeit der Bewerbenden gezogen werden können.

Dominik Schwarzinger, Autor des Persönlichkeitstests TOP, erläuterte die dunklen Seiten der Persönlichkeit. Er zeigte auf, wie sich Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie in der Arbeitswelt auswirken. Zudem erläuterte Herr Schwarzinger Möglichkeiten, die dunklen Seiten der Bewerbenden im Rahmen der Personalauswahl zu erkennen.

Prof. Dr. Muthers von der FHöV NRW konfrontierte das Publikum mit den Realitäten des Datenschutzes. Der Fachmann lotste das Publikum geschickt durch das Gewirr von DSGVO, Bundes- und Landesdatenschutzrecht. Einige Besorgnisse konnte Prof. Muthers lindern.

Die Vorträge der Referentinnen und Referenten sind - wie üblich beim Symposium für Personalmanagement der FHöV NRW - in einem Tagungsband dokumentiert (Gourmelon (2018), Personalauswahl - ein Blick in die Zukunft. ISBN 978-3-8073-2661-0).

Der Präsident der FHöV NRW, Herr Mokros, und die Direktorin des Studieninstituts Ruhr, Frau Dr. Seidel, begrüßen die Teilnehmer*innen (Fotos: Lück).

 

Prof. Dr. Gourmelon diskutiert mit C. Greb von der Fa. Precire.

Prof. Dr. Gourmelon diskutiert mit C. Greb von der Fa. Precire (Foto: Lück).

 

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt (Foto: Lück).

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